Private Krankenversicherung für Angestellte

Die PKV für Angestellte

Angestellte und Arbeitnehmer sind nach dem Sozialgesetzbuch grundsätzlich versicherungspflichtig und müssen daher gesetzlich krankenversichert sein. Ab einem bestimmten Jahreseinkommen (im Jahr 2019 liegt die Versicherungspflichtgrenze oder auch Jahresarbeitsentgeltgrenze genannt bei: 60.750 Euro brutto/Jahr) können Angestellte jedoch zu einer privaten Krankenkasse wechseln. Dort winken oftmals bessere medizinische Leistungen und geringere Beiträge im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Unzählige Medienberichte und die seit Jahren andauernden politischen Diskussionen zeigen, dass wir in Deutschland hinsichtlich der Krankenversicherung in einer Zwei-Klassen-Gesellschaft leben. Personen die zu einer privaten Kasse wechseln, tun dies in der Regel aus den folgenden zwei Motiven:

  • Man kann durch diverse Tarifoptionen selbst bestimmen, welchen Gesundheitsschutz man gerne genießen möchte (hoher Individualisierungsgrad)
  • Man zahlt in der Regel in jüngeren Jahren (bis ca. 50 Jahre) weitaus weniger als der Maximalbetrag in der gesetzlichen Krankenkasse (signifikante Kostenersparnisse)

Private Krankenkassen – Auf welche Unterschiede sollten Sie achten?

Bevor Sie sich für einen Wechsel der Krankenversicherung entscheiden, sollten sie unbedingt die Tarifinhalte der Angebote genau miteinander vergleichen. Jeder Anbieter und jeder Tarif bietet unterschiedliche, individual wählbare Bausteine und Leistungsbestandteile. Wichtige Aspekte, um verschiedene Verträge und Tarife miteinander zu vergleichen sind:

  • Kostenerstattung nach Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ) ambulant: hier sollte mindestens den 2,3-fache Satz mitversichert sein
  • Kostenerstattung für Arznei- & Verbandsmittel: Wie vom Arzt verschrieben, d.h. Original-Medikamente und nicht nur Nachahmer-Präparate, sogenannte Generika
  • Kostenerstattung für Hilfsmittel: Der Hilfsmittelkatalog sollte unbedingt ein Tarifbestandteil sein, denn dieser regelt die maximale Erstattung
  • Kostenerstattung für Kuren oder Aufenthalte in Sanatorien
  • Kostenerstattung über GOÄ stationär im Krankenhaus, denn die Behandlung durch einen Chefarzt ist in der Regel deutlich teurer als durch Stations- oder Assistenzärzte
  • Kostenerstattung nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ): maximal bis zu dem 3,5-fachen des vom Gesetzgeber festgelegten Satzes
  • Bei Zahnleistungen muss die Differenz zu den 100% der Erstattungssätze aus eigener Tasche übernommen werden. Hier ist es also wichtig einen Tarif mit geringem Eigenanteil zu wählen.

Für Angestellte und Arbeitnehmer gibt es exzellente private Tarife (vergleichbar mit einer gesetzlichen Krankenversicherung plus Zusatzleistungen) laut einem Test von Focus-Money bereits für unter 200 Euro im Monat. Wichtig sollte bei solchen Angeboten allerdings immer sein, dass der Preis und die damit verbundenen Leistungen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.